Koch dich glücklich | Interview mit Ayurveda-Koch Volker Mehl

Interview

Volker Mehl ist bekannter Ayurveda-Koch aus Wuppertal, Autor zahlreicher Kochbücher und Yin-Yoga Lehrer. Ich sprach mit ihm über die Lehre des Ayurveda, wie er zum Kochen kam und konnte ein einfaches und leckeres Rezept entlocken.

Wenn wir es schaffen, ein paar fette Holzbalken von unseren Augen wegzunehmen, um zu erkennen, welche Power in dem Wissen des Ayurveda steckt, kann es das Thema der Zukunft werden.

Volker, wie bist du eigentlich zum Ayurveda und Kochen gekommen?

Dass ich zu Ayurveda gekommen bin hat u.a. mit meinem Vater zu tun. Er war Küster, eine Art Hausmeister an der Kirche und ich bin im positiven Sinne katholisch aufgewachsen, das Thema Glaube, Spiritualität und Philosophie ist bei mir positiv und als wertvoll verankert. Damit bin ich aufgewachsen, ich hab das nie als Zwang erlebt, oder gar einen seelisch moralischen Schaden erlitten – wie es viele beschreiben – nur weil sie katholisch aufgewachsen sind. Ich bin überzeugter Christ, auch wenn das Thema Ayurveda aus dem indischen Kontext kommt, aber das ist ja eigentlich nur die Idee. Sie könnte genauso gut aus Finnland oder Usbektistan kommen. Der zweite Grund war, dass mein Dad relativ schwer erkrankte. Er hatte eine relativ seltene Verbindung zwischen Knochen- und Blutkrebs. Und die Diagnose ware damals, dass er noch ca. 6 Monate zu Leben habe. Daraus wurden aber noch 11 Jahre, weil er von einem Arzt behandelt wurde, der sich aber schon seit Ende der 80er Jahren mit alternativen Heilmethoden beschäftigte. Es war spannend zu sehen, dass ein normaler Kassenarzt sagt, dass es Dinge auf der Welt gibt, die unerklärbar sind, aber dennoch den Menschen helfen. Infolgedessen habe ich mich intensiv mit den Themen befasst, viel gelesen und bin dann über 3-4 Umwege zum Ayurveda gekommen

Hast du einen Tipp, wie man Ayurveda ganz leicht in seinen Alltag integrieren kann?

Morgens mit einer Tassen warmen Wasser und einem warmen Frühstück starten.

Was glaubst du, wohin sich die Wissenschaft vom langen Leben hier in Deutschland hinentwickeln wird?

10399436_10203005955823153_5345091929284954756_nWenn wir es schaffen, ein paar fette Holzbalken von unseren Augen wegzunehmen, um zu erkennen, welche Power in dem Wissen des Ayurveda steckt, kann es das Thema der Zukunft werden. Denn viele Fragen sind schon längst beantwortet und viele chronische Krankheiten könnten innerhalb von wenigen Wochen komplett verschwinden, theoretisch. Da unser System aber leider gerade von den vielen chronisch kranken Menschen lebt, wird das noch ein sehr, sehr langer weg. Aber jeder kann, unabhängig davon, jeden Tag damit starten, für sich was Gutes zu tun.

 

Wie würdest du deinen Spirit beschreiben?

Bodenständig christlich.

Welche einfachen Dinge (oder Rituale) tust du für deine körperliche und geistige Pflege?

Warmes Wasser trinken, Zungenschaber benutzen, Öl ziehen, warm essen und jeden Tag 10 Minuten meditieren

Welches ist dein Lieblings To-Go Rezept aus dem Kopf?

Cous-Cous mit Pflaumen und Trauben, dauert original 3 Minuten. Eine Handvoll Cous-Cous mit heißem Wasser übergießen, kurz quellen lassen, 2 Trockenpflaumen in Streifen schneiden, ein paar Trauben dazu geben, etwas Honig und Zimt darüber, fertig!

Hast du ein Lieblings-Mantra?

„Am Ende deines Lebens wirst du nach der Liebe gefragt“ – Johannes vom Kreuz

Das ist die Essenz die bleibt und genau darum geht es in unserem Leben.

Welche Worte der Weisheit haben sich im Laufe der Zeit in dir/durch dich geformt?

Mein Vater und mein Opa haben mir zwei sehr wahre und weise Sätze mitgegeben. Mein Vater in Bezug auf das Thema, wie viel braucht man wirklich im Leben. Sein Spruch war „Egal was kommt, denke immer daran du hast nur einen Hintern zum Sitzen, überlege dir gut ob der zweite Stuhl dann wirklich notwendig ist?“ Mein Opa hatte einen sehr weisen Spruch im Umgang mit anderen Menschen drauf, er sagte immer „Eine leere Dose rappelt immer am lautesten!“

Vielen Dank, Volker!

Hier findest du meine Lieblingsbücher von Volker:

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With luminous love
Dennis

Fotocredit: Volker Mehl

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