Verletze nie, helfe immer. Interview mit Jeanne Ruland

Jeanne Ruland hat schon unzählige Bücher geschrieben, hält Seminare auf der ganzen Welt und hat ein großes spirituelles und breites Wissen, welches sie auf leichte und geerdete Art vermitteln kann. Sie sprüht nur so vor Weisheit, Liebe und Freude. Ihre Bücher begleiten mich schon seit meiner Jugend.

Wie Jeanne diesen Spirit in ihrem Alltag lebt, welche Mantren sie mag und was sie zu ihrem neuen Buch zu sagen hat, kannst du hier nachlesen.

Jeanne, was ist dein Ausdruck? Wofür stehst du?

„Ich kann nicht einwilligen zu kriechen,
wenn ich den Impuls fühle zu fliegen.
Unmögliches möglich zu machen,
an die innewohnende schöpferische Kraft zu glauben,
und sie zum eigenen Wohle
und zum Wohle des Gesamten anzuwenden.“

Ich liebe mein Leben, meine Ohana (Familie & Freunde), diese Welt, die Menschen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen, das Reisen, die Begegnungen, die vielfältigen Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Ebenen des Seins und die stetige Entwicklung, in immer höhere Bewusstseinsbereiche. Ich bin viel alleine gereist und habe dies immer sehr genossen.

Oft staune ich über das Wunder des Lebens, über die Ordnung und Harmonie, die hinter der sichtbaren Wirklichkeit wirkt und die Fügungen, die das Leben mir schenkt. Ich bin mit einer Vision „des Friedens über alle Grenzen“, im Herzen auf diese Erde gekommen und habe diese Vision in Menschenkreisen mittlerweile weltweit über den Globus verteilt schon mehrmals erleben dürfen. Ich liebe es, wenn Menschen verschiedener Nationen sich erheben, zusammen kommen, um sich in ihrer Einzigartigkeit und Freiheit die Hände reichen und miteinander neue Wege zu gehen. Ich teile gerne meine gelebten Erfahrungen und lerne lieber das Angeln, als Fische zu schenken. Jede Herausforderung, und ist sie manchmal noch so schwer, kann das Gute bewirken und eine neue Perle hervorbringen. Ich finde es genial von verschiedenen Blickwinkeln auf eine Situation zu schauen.

Stille, Raum, Zeit mit mir alleine zu sein, Meditation, Mantren, Tanzen, Singen, Malen, Träumen, Visionieren, Yoga und Innenschau sind für mich unerlässlich, um mich innerlich immer wieder in meiner Mitte auszurichten und mit höheren Ebenen abzugleichen.

Der Impuls für das, was gerade dran ist, kommt aus dem Inneren und es ist meine Aufgabe diesen Impulsen und Eingebungen im Herzen zu folgen und mit dem lebendigen Puls der Zeit zu gehen. Auf meinen Reise begleitet mich seit Jahrzehnten das Motto: „Wenn du nicht mit denen zusammen sein kannst die du liebst, liebe die, mit denen du zusammen bist.“

Wie würdest du deinen Spirit beschreiben?

Das ist eine interessante Frage. Als mein Mann & ich vor bald 20 Jahren zusammen kamen, hatten wir das Gefühl von „Starpeople on Earth“. – Geistige Wesen, die für eine gewisse Zeit eine menschliche Erfahrung machen. Wir sind hier um Neues zu bringen und nicht in alte Energien einzusteigen, oder uns lange darin aufzuhalten. Diese sind die Gedanken von Gestern. Wir erschaffen mit unserer liebenden Energie, lieber Neues und halten den Focus auf das „Unmögliche.“ Wir lieben beide die Freiheit des Geistes und die Weite des Alls und die Entfaltung der Fähigkeiten, die in uns veranlagt sind. An vielen Stellen sind wir auch sehr unterschiedlich und können uns jeder in seinem Wesen lassen, so auch mit unseren Kindern.

Rund um den Globus, sind wir sehr viele Menschen, die mit neuen Frequenzen verbunden sind. Ich genieße weltweite Meditationen, die Verbindung auf höheren Ebenen mit meiner Seelenfamilie rund um die Erde. Meinen Spirit würde ich als weit, wissend, offen, freigeistig, hell, leicht, fröhlich, beweglich, in Liebe verbunden, schöpferisch, erkennend, intuitiv stark, empathisch, hellsichtig, im Feld lesend und im Flow bezeichnen.

Welche Rituale nutzt du für deine körperliche, geistige und seelische Pflege?

Morgens trinke ich drei Gläser lauwarmes Wasser. Später einen Matcha Tee.

Ich mache ein paar kleine Übung zur Aurastärkung, und reinige mich. Ich liebe Nasenspülungen und hawaiiÖlziehkuren mit Kokosöl. Am Tag nehme ich mir mehrmals Zeit in mich zu hören, zu meditieren und mich immer wieder auszurichten und zu fokussieren. Ich reibe gerne meinen Körper mit Kokosöl vor dem Zubettgehen ein und liebe am Abend Fußbäder mit anschließender Nardenölsalbung.

Abends reflektiere ich den Tag, alleine, oder mit meinen Kindern. Ich frage oft, was heute am schönsten war und was die Segenspunkte des Tages sind, manchmal mache ich ein Ho’oponopono, wenn mich etwas am Tag mitgenommen oder mich was tief im Innersten bewegt. Ich sehe und segne all das, was an diesem Tag wirklich gut war, denn vieles ist nicht so selbstverständlich, wie wir es annehmen. Durch meine vielen Reisen in wirklich arme und katastrophengebeutelte Länder, Kalkutta …etc. weiß ich vieles sehr zu schätzen und bitte darum, dass sich die Verhältnisse in der Welt verändern mögen. Ich bitte die Engel zu alle Kindern und Menschen die in Not sind.

Hast du auch ein bestimmtes Ritual bzw. eine morgendliche Routine, um in den Tag zu starten?

Ich bin Frühaufsteherin und meist schon sehr früh wach. Wenn ich morgens aufwache, spüre ich nochmals den Träumen der Nacht nach. War etwas dabei was sich nicht gut anfühlt, so verschiebe ich es in das Licht und löse es heilsam auf. Träume die wichtig sind, notiere ich. Ich erhalte viele Botschaften über die Traumebenen und kann das, was auf uns zukommt in den Träumen erkennen. Bevor ich aus dem Bett klettere nehme drei ganz bewusste Atemzüge.

  • Mit dem ersten Atemzug begrüße ich den neuen Tag und segne meinen Weg auf der Erde,
  • Mit dem zweiten Atemzug segne ich den Bereich zwischen Himmel und Erde.
  • Mit dem dritten Atemzug das Herz unseres Universums.

Ich spüre in das Herzfeld der Liebe hinein und konzentriere mich auf die Energie, die heute neu in diesen einzigartigen Erdentag hineinströmt.

Ich begrüße jeden neuen Tag, der mir von der Schöpfung geschenkt wird. Ich danke für diesen Tag. Ich gehe morgens in den Garten und fühle in die Energie des Tages hinein und schaue was die geistige Welt mir für diesen Tag sendet. Ich meditiere morgens sehr gerne. Ich segne jeden Morgen und zünde Kerzen an, für alles was mir in den Sinn kommt. Dann wende ich mich meinen Kindern und den anstehenden Aufgaben für diesen Tag zu.

Wie sieht eigentlich deine alltägliche Ernährung aus?

Ich lebte bisher vegetarisch und seit einem halben Jahr vegan. Ein Apfel pro Tag ist für mich unerlässlich. Ich liebe Nüsse, getrocknetes Obst, Kerne, und alles was man knabbern kann. Ich liebe vielfältige Kost, Obst, Gemüse, besonders die indische, ayurvedische Küche, aber auch Schokolade und Chips … (sind ja auch vegan :-) )

Welches ist dein Lieblings To-Go Rezept aus dem Kopf?

Ich mag Rezepte die schnell gehen und grüne Smooties.

Roter Reis, mit Olivenöl, Zwiebeln, Kräuter, Gemüse und Knoblauch. Den Reis mache ich im Reiskocher. Ich brate Zwiebeln, Kräuter, Gemüse und Knoblauch kurz an und gebe es in den roten Reis. Fertig.

Was kommt in jedem Fall auf deinen Altar?

Die Blume des Lebens. Ein Bild von meiner OHANA (Familie) Freunde, Kerzen, Kristalle, Engel, Düfte, die platonischen Körper, und dass was aktuell ansteht in Farbe, Form und Energie. Es wechselt. Manchmal legen meine Kinder etwas dazu.

Hast du ein Lieblings-Mantra?

Ich singe gerne und viel Mantren, da sie Tore in feinstoffliche Bereiche öffnen und positive und hilfreiche Kräfte aktivieren. Es kommt immer darauf an wo ich gerade bin und was ich gerade mache. Ich stimme die Mantren auf meine Tätigkeiten ab.

Zu den meinstgesungenen Mantren zählen zum Beispiel:

Gayatri Mantra das ich gerne für meine Kinder singe und wenn ich auf reisen bin.

Das Medizinbuddhamantra für die Heilarbeiten
Tayata Om Bekandze Bekandze Maha Bekandze Radza Samudgate Soha
Mögen all die vielen Lebewesen, die krank sind, schnell von ihrer Krankheit erlöst sein.
Mögen all die Krankheiten dieser Wesen niemals wieder auftreten.

Das Taramantra für bestimmte Reinigungszeremonien.

Friedensmantra gerne in Gruppen und mit Gruppen
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu OM Shanti, Shanti, Shanti Om
Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren

Dazu die drei Mantren zum Agnihotra, einer vedischen Feuerzeremonie, die ich schon seit langer Zeit praktiziere, zum Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und für die Raumreinigungen.

Ich lerne immer wieder neue Mantren, wenn die Zeit reif ist, neue feinstoffliche Bereiche zu aktivieren. Es ist hilfreich ein Mantra 108 mal 41 Tage lang zu singen und die Wirkung der Mantren zu fühlen. Ich lerne gerne Neues.

Welche Worte der Weisheit haben sich im Laufe der Zeit in dir/durch dich geformt?

Jean_RulandViele Worte in meinen Büchern stammen direkt aus der geistigen Welt, die Hintergründe habe ich recherchiert. Wir alle haben Zugang zu der Weisheit des Lichtes, das in jedem Grashalm, an jedem Ort in jeder Aura niedergeschrieben steht. Der Aloha Spirit ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Aloha ist mehr als ein Wort es ist eine zutiefst liebende Lebensphilosophie, die im Herzen verankert ist. Für mich ist es wichtig, dass wir neben unserem eigenen Wohl, auch das Wohl der Gemeinschaft und des Gesamten im Blick haben und gut miteinander umgehen, da wir alle in das Eine gehören. „Zum Wohle von mir und zum Wohle des Gesamten.“ Verletze nie, helfe immer.“ Das wir uns da treffen, wo wir im Einklang schwingen und da lassen, wo jeder andere Wege und Erfahrungen machen möchte.

Ich liebe die Schönheit, die Harmonie und das Licht in allem. Ich kann es sehen und deutlich in jeder Seele wahrnehmen. Wir müssen nicht sterben, um in das Licht zurückzukehren, da wir dieses Licht sind, können wir jeden Moment in diesem Licht leben und mit den Augen der Liebe auf alles schauen, was uns begegnet. Die Realität ist das was sich formt, aus dem was wir denken, fühlen und dem, was wir sind. Je mehr wir in unsere Ursprungsenergie der Liebe und des reinen Lichtes zurückkehren, desto mehr kann sie sich hier manifestieren, kann erinnern, erwecken und damit ein neues Zeitalter des Friedens einläuten. Gott erschuf Himmel und Erde und nicht Himmel und Hölle. Das Paradies ist auf Erden, wir können es durch einen Bewusstseinswandel wieder erwecken.

Diesen Monat erscheint auch dein neues Buch “Lichtfeldheilung”, kannst du kurz etwas über dieses Buch erzählen?

Die Lichtfeldheilung ist über die heilige Geometrie in mein Leben gekommen. Ich finde diesen Weg genial, da er uns in die ursprüngliche „Paradiesmatrix“ zurückträgt. Wir alle durchlaufen die heilige Geometrie in den ersten drei Monaten unseres Lebens. Es ist nicht was wir lernen müssen, da wir aus ihr bestehen. Es ist eher eine Erinnerung und Aktivierung, des Wissens in uns und damit eine Quelle der Heilung und Regeneration. zu der jeder von uns Zugang hat.

In der Lichtfeldheilung passiert sehr viel, in dem weiten, unbeschreiblichen, unbegrenzten Raum jenseits der Worte, gleichzeitig und multidimensional. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen sich der „heiligen Geometrie“ und dem „Bewusstseinsfeld der Einheit“ öffnen. Wir sind in Form gebrachte Ewigkeit und können über die inneren Ebenen in das Feld der Liebe eintreten, das alles in die ursprüngliche Ordnung und Harmonie zurückträgt. Lichtfeldheilung – Lichtfeldharmonisierung kann über die Heilige Geometrie geschehen und für jeden Menschen etwas anderes bedeuten.

Mögen alle Wesen und alle Welten glücklich sein.

Danke von Herzen an Dich lieber Dennis, für dein Wirken und dein Sein

Aloha Jeanne Ruland

Vielen Dank, Jeanne!

With luminous love
Dennis

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