Warum tiefes Loslassen uns befreit und schöpferisch macht

loslassen

Da wo die Sonne ihr Licht scheinen lässt, wird auch Schatten fallen. Dieses Licht wird uns auffordern endlich loszulassen, was nicht mehr zu uns gehört. Es wird uns zu dem Menschen machen, der wir sein können, wenn wir endlich dem Licht (in uns) das Zepter überlassen. Welches Jahr eignet sich besser, als ein Sonnen-Jahr?

Jedoch gibt es eine Sache, die uns diesen Flow an guten Möglichkeiten verwehren kann.

Loslassen.

Nein, eigentlich ist es genau das Gegenteil. Es sind die Dinge, die wir permanent mit uns herumschleppen und die uns all die Möglichkeiten verwehren, die das Leben so lebenswert, angenehm und bejahend machen. 

In unserem Leben haben wir permanent mit Situationen, Menschen und Gegebenheiten zu tun, die ein tiefes Loslassen erfordern. In manchen Dingen fällt es uns leicht sie hinter uns zu lassen. Doch jene Dinge, die uns verletzen, uns verbrennen und die größten Ängste heraufbeschwören sind es, die dieses leidvolle Gefühl von Unvollständigkeit erzeugen.

Wir kennen dieses Gefühl alle in jedweder Form. Wir meinen Menschen besitzen zu wollen, weil sie uns geben können, was wir in uns nie finden könnten. Wir wollen an Erlebnissen festhalten, weil sie uns daran erinnern, wer wir zu sein scheinen. So viele von uns halten an schmerzhaften Situationen fest, von denen wir längst wissen, wie sie uns Tag für Tag zermürben.

Nein, Loslassen ist nicht die einfachste Übung.

Sie kostet uns unendlich viel Mut. Äußerst viel Kraft und Wille. Und bei alledem werden wir um dem Schmerz nicht herumkommen, der uns permanent an unsere Unzulänglichkeit erinnert.

Eine Unzulänglichkeit, die so tief geht, dass wir meinen wir könnten kaum noch lebensfähig sein.

Egal, ob es um eine Anstellung geht, eine Trennung, einen Umzug oder eine Erwartung: Die größte Angst darin zu finden, sie so tief herauszuholen und sie dann zu verabschieden – das ist die ursprünglichste Form der Natur. Es ist Liebe. Es ist Flow.

Lass deine größte Scheiße los, koste es was es wolle. Schieb es nicht von Jahr zu Jahr oder von Monat zu Monat. Wir sind zu wertvoll um zu meinen, unsere Existenz würde von Dingen abhängen, die in Wahrheit alle vergänglich sind. Genau darin liegt der Kelch der Weisheit.

Hier sind meine eigenen wohl kraftvollsten Anker des Loslassens

Eigentlich sind sie mehr. Sie sind Kunststücke auf dem Weg zu mehr Liebe, Hingabe und tiefgehender Freude. 

1. Lass die Erwartungen sein. Wenn es einen Anker des Loslassens gibt, der wirklich Mut kostet, dann ist es dieser. Mut den Dingen ihren Lauf zu lassen, dem Prozess zu vertrauen und zu wissen, dass das Leben die besten Sahnestückchen bereit hält, gehört zur Oberklasse. Wirklich! Nehmen wir an, du erwartest von einer Sache den größten Erfolg, du erwartest, dass dieser Mensch sich dir nähert oder du erwartest, dass deine Gehaltserhöhung durchgeht – zu viel Erwartung verstopft den Fluss der Möglichkeiten. Und ja, es kann eine Qual sein, diese Erwartungen hinter dir zu lassen. Doch was glaubst du, wo die größte Magie entsteht? In diesem Vakuum, das entsteht, wenn du leer wirst und vertraust. Vertrau mir!

2. Vergiss diese Sache mit der Hingabe nicht. Was wäre das Schlimmste, das passieren würde, wenn du dich hingibst? Ist es die fehlende Bereitschaft dich auf das einzulassen, was dir (noch) fremd ist? Ist es die Angst, nicht zu wissen, wohin die Reise geht? Hingabe öffnet dir einen neuen Himmel, der dich darin unterstützt dich immer tiefer deiner eigenen Wahrheit zu stellen. Glaub mir, es entfacht ein Buschfeuer des Loslassens. 

3. Fokussiere Fülle. Mehr nicht. Es gibt eine magische Kraft, die tatsächlich in einem Bruchteil von Sekunden deine ganze Wirklichkeit verändern kann. Es ist dein Fokus. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Dadurch entsteht eine Schwingung, die magnetischer nicht sein könnte. Deine Aufgabe ist es, diese Schwingung zu erhöhten und zwar von Tag zu Tag und Stunde zu Stunde. Je mehr du eine Schwingung wählst, die Fülle ausstrahlt (mit anderen Worten: Freude), dann fallen die inneren und äußeren Hüllen, du wirst Dinge, Menschen und Umstände hinter dir lassen. 

Lass mich dir eines sagen…

Ich habe gefühlt tausende Bücher über das Loslassen gelesen. Ich habe dutzende Seminare besucht. Und ich habe mit so vielen Lehrern über dieses Thema diskutiert. Die reine Theorie mag ganz nett sein, doch uns sollte klar sein, dass das nur Trockenübungen sind. Die totale Konfrontation findet woanders statt. 

Die Frage ist…

Was will ich leben? Wie will ich leben? 

Mit welchen Menschen will ich meine wertvolle Zeit verbringen? Es gibt diese Theorie, dass uns die fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen, ausmachen. Sie formen uns. Wir übernehmen (unbewusst) ihr Verhalten und sie steuern somit unsere Lebensfreude. 

Dieses Prinzip gilt nicht nur für Menschen – es gilt für Gefühle, für Gegenstände, für Glaubensmuster und für Zeiten, die wir uns schenken. 

Beginne jetzt gleich damit einen Blick auf deine eigene Welt zu werfen. Was umgibt dich? Und wichtiger: Was davon ist es wert, weiterhin zuzulassen? Was davon ist alt, verbraucht und darf sich verabschieden. Sei mutig. 

SO much love.
Dennis 

P.S.: Am 22. beginnt „A simple reset“ – lerne loszulassen was nicht mehr zu dir gehört, bringe mehr Hingabe und Achtsamkeit in dein Leben, deinen Körper und deinen Geist. Lass uns hier treffen! 

7 Comments

  • Reply Dragana April 10, 2017 at 6:14 pm

    Du bist meine Inspiration😃

    • Reply Dennis April 11, 2017 at 6:57 am

      Das freut mich. Danke :)

  • Reply Sabrina April 11, 2017 at 4:45 pm

    Toll geschrieben…
    Deine Worte machen mir immer wieder Mut sich einfach mal auf den Moment einzulassen und ihn anzunehmen, wie er gerade ist.

    • Reply Dennis April 19, 2017 at 7:44 pm

      Danke! Das freut mich riesig.

  • Reply Anna April 17, 2017 at 4:03 pm

    Was für eine tolle Seite.
    Was für ein sympathischer Mensch. Danke Dennis.

    • Reply Dennis April 19, 2017 at 7:45 pm

      Danke dir, liebe Anna. 😀

  • Reply Claudia Oktober 16, 2017 at 12:38 pm

    Der perfekte Artikel für mich gerade:-) ich danke dir von Herzen

  • Kommentar verfassen